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18.05.2012
Risikofaktor: Homocystein PDF Drucken E-Mail
Diagnostik - Homocystein
Geschrieben von: http://www.herzberatung.de   
Donnerstag, den 28. Oktober 2010 um 11:02 Uhr

Homocystein ist eine in der Nahrung nicht vorkommende Aminosäure und ein körpereigenes Stoffwechselprodukt, das beim Abbau von Eiweiß aus den einfachsten Eiweißbausteinen, den so genannten Aminosäuren, entsteht. Homocystein bildet sich im Eiweißstoffwechsel aus der essenziellen (lebensnotwendigen) Aminosäure Methionin. Das unerwünschte, weil giftige Zwischenprodukt Homocystein wird bei Gesunden bei ausreichender Versorgung mit Vitamin B6Folsäure undVitamin B12 rasch in die Aminosäure Cystein umgewandelt und weiter verstoffwechselt.

Erhöhte Homocysteinwerte im Blut, sogenannte Hyperhomocysteinämien, schädigen Herz und Blutgefäße. Zudem werden immer weitreichendere Auswirkungen des erhöhten Homocysteinspiegels erkennbar. Diskutiert wird beispielsweise eine Beteiligung an der Demenzkrankheit Morbus Alzheimer und am Morbus Parkinson, weil Homocystein in Konkurrenz mit erregenden Botenstoffen bestimmte Andockstellen (Rezeptoren) im Gehirn unwiederbringlich schädigt. 
Der Homocysteinspiegel kann im Blut unter verschiedenen Bedingungen ansteigen. Dazu gehören:

  • Erbliche Veranlagung.

  • Unterversorgung mit B-Vitaminen.

  • Nierenversagen (Normalisierung unter Dialysebehandlung).

  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose).

  • Blutarmut durch Vitamin-B12- Mangel (perniziöse Anämie).

  • Bösartige Tumore: Brust, Eierstock, Bauchspeicheldrüse, lymphoblastische Leukämien

  • Medikamente wie Methotrexat (Zytostatikum), Phenytoin (gegen Krampfanfälle), Theophyllin (Asthmamittel).

  • Tabakrauch

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