Integrierte Ausbildung zum Heilpraktiker 

und in chinesischer Medizin
 

 

1. Das Konzept der Integration von Westlicher und Chinesischer Medizin

In den letzten Jahren hat das Interesse an der Naturheilkunde sprunghaft zugenommen. Hauptursache dieser Entwicklung ist das zunehmende Misstrauen gegenüber den Methoden der Schulmedizin, gegenüber hemmungslosem Einsatz von Chemie und Technik, Massenbetrieb und 5-Minutenbehandlung.

Viele Menschen, die ein solches System ablehnen, streben den Beruf des Heilpraktikers an. Sie wollen eine positive Form von Medizin und Gesundheitsvorsorge ausüben. Oft lehnen sie die Schulmedizin insgesamt ab und sind nur an Esoterik, Wunderheilungen etc. interessiert. Mit dieser Einstellung fällt es ihnen sehr schwer, das mühevolle und über lange Strecken rein schulmedizinisch ausgerichtete Studium durchzuhalten. Man muß schon großes inneres Interesse mitbringen, sich den höchst wertvollen Wissensschatz der Schulmedizin anzueignen, um ein Maximum an Wissen über die inneren Vorgänge im Körper zu erlangen. Dieses wissenschaftliche Wissen, kombiniert mit dem Jahrtausende alten Erfahrungswissen der Naturheilkunde bildet den wertvollsten Grundstock für effektive Behandlung und Vorsorge.

Für die Heilpraktikerprüfung genügt es, theoretische Kenntnisse über westliche Medizin, genauer, westliche Diagnostik zu haben. Aus diesem Grunde gehört zur üblichen Heilpraktikerausbildung nicht die Ausbildung in einer Form der Naturheilkunde. Die Folge ist, dass die Schüler während des Heilpraktikerstudiums zwar Einführungen in diverse naturheilkundliche Methoden hören, jedoch anschließend  erst das Wissen erarbeiten müssen, um eine erfolgreiche Praxis betreiben zu können. Dabei geht das schulmedizinisches Wissen mangels Übung und Wertschätzung zum Teil verloren.

Wir bieten die Ausbildung zum Heilpraktiker als integrierte Ausbildung in westlicher und chinesischer Medizin an, was bedeutet, dass wir empfehlen, nach einem einjährigen Studium der chinesischen Medizin das zweijährige Studium der Schulmedizin anzuschließen und das wir die Krankheiten und Symptome möglichst oft im Lichte beider Systeme erklären. Die Kosten betragen 230 DM monatlich für je ein Wochenendseminar im Monat. Die Synthese beider Systeme bildet den wertvollsten Grundstock für eine erfolgreiche Naturheilpraxis


2. Innere Voraussetzungen

 

Das Wichtigste ist die richtige innere Einstellung der Ausbildung gegenüber. Für dieses Studium sollten Sie:

großes Interesse am schulmedizinischen  Wissen über den menschlichen  Körper haben

sich für die chinesische Medizin begeistern  können und ihre Philosophie  in den Alltag  aufnehmen

die Ausbildung nicht nebenher  betreiben  wollen, sondern das Studium so weit wie  möglich in den Mittelpunkt des Lebens  rücken.

Also im Alltag ständig Krankheiten und Leiden in Ihrem Umfeld zu untersuchen und nach Ihren  Möglichkeiten zu lindern. Nicht nur bereit sein, Zeit zu investieren - das ohnehin -, sondern auch in  der neuen beruflichen Welt zu leben trachten.

sich bewusst sein, dass die Ausbildung über eine lange Zeit geht und dem entsprechend Ihr Leben langfristig planen, um einen Abbruch durch äußere Umstände zu vermeiden.

in der Lage sein, selbständig aus Büchern zu wiederholen und sich vorzubereiten. Das vorliegende Unterrichtskonzept setzt eine regelmäßige circa 2-stündige Arbeit pro Tag voraus.

 

  

 

3. Die Westliche Schulmedizin

 

Beim Studium der Schulmedizin kommt es zwar vorwiegend darauf an, sich das diagnostische Wissen der Schulmedizin anzueignen, doch wir sehen als wesentlich darüber hinausgehenden Inhalt eines Unterrichts folgendes:
Wir konzentrieren das Lernen auf die wirklich für Heilpraktiker wichtigen  Abschnitte

  • Wir vermitteln biologisches Denken, in dem wir jedes einzelne Symptom zu erklären versuchen. Es bringt wenig, irgendwelche Symptome auswendig zu lernen. Hat man aber den Krankheitsmechanismus verstanden, der zu bestimmten Symptomen führt, so ist man in der Lage, auch noch andere Symptome zu benennen, die nicht in einem Lehrbuch stehen, die aber ohne weiteres auftreten könnten.
     

  • Wir vermitteln strukturiertes Denken. Wenn man 1000 Krankheiten auswendig lernt, kommt man auch klar, braucht jedoch ein enormes Gedächtnis. Ordnet man aber die Krankheiten pyramidenförmig, indem man immer solche mit entweder gleichen Ursachen oder gleichen Symptomen zusammenfasst und die Zusammenfassungen erneut zusammenfasst, kann man sich gedanklich in einem kunstvollen Netzwerk bewegen, welches den Bereich, der wirklich aus wendig gelernt werden muß, deutlich reduziert.
     

  • Wir gehen blockweise vor, das heißt wir behandeln nicht erst die gesamte Anatomie, dann die gesamte Physiologie und so weiter, sondern nehmen zum Beispiel als erstes das Organ Herz, besprechen integriert Anatomie, Physiologie, Untersuchungs-methoden und Erkrankungen  des Herzens. Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass man aus der Physiologie heraus unmittelbar die Symptome versteht und den Krankheitsmechanismus begreift.
     

  • Die Struktur der Themenblöcke: Anatomie - Physiologie - Pathophysiologie -  Klinik -  Differen-tialdiagnose – Fallbesprechungen - Fragen. Jeder Block wird grundsätzlich nach diesem Schema behandelt und stellt eine in sich geschlossene Lerneinheit dar.
     

    Das Studium der Schulmedizin für Heilpraktiker gliedert sich in vier große Themenblöcke, die in vier Semestern bearbeitet werden. Zu jedem Semesterbeginn im April und Oktober ist ein Einstieg ins Studium möglich.
     

    Die Studienthemen:

     

    1. Semester: Herz – Kreislauf – Blut

    Das Herz
    Das arterielle und venöse System
    Das Blut
    Das Säure – Basen - Gleichgewicht
    Das Immunsystem
     

    2.Semester: Niere – Blase  – Hormone - Knochen

    Die Nieren und die  Blase
    Der Elektrolyt - und  Wasserhaushalt 
    Das endokrine System                                                                                 
    Die Geschlechtsorgane                                                                                  Die Knochen und Gelenke

    Die rheumatischen Erkrankungen
     

    3.Semester: Verdauung – Stoffwechsel - Atemwege

    Der obere Verdauungstrakt
    Der untere Verdauungstrakt
    Pankreas, Leber und Galle
    Der Stoffwechsel
    Die Atemwege
     

    4.Semester: Haut – Sinne – Nerven – Gesetze

    Die Haut 
    Die Nerven
     
    Die Sinnesorgane Ohr und Auge
      
    Die Psychiatrie
    Gesetzeskunde, Hygiene und Arzneimittelbestimmungen
     
    Notfälle und erste Hilfe
     

      

     

    4. GRUNDAUSBILDUNG IN CHINESISCHER MEDIZIN

    Die Lehre von Yin und Yang

    Die absolute Relativität von Yin und Yang
    Das Zuordnungssystem
    Die Gesetze der Wandlungen von Yin und Yang
    Die Interpretation der Naturphänomene nach Yin und Yang

    Diagnostik und Therapie nach Yin und Yang
     

    Die Lehre von den 5 Elementen

    Das Wesen der Elemente
    Das 5 Elemente Entsprechungssystem
    Die fünf Zyklen
    Verbindung der Lehre von Yin und Yang und den 5 Elementen
    Die Energiedynamik
    Diagnostik und Therapie nach den 5 Elementen
    Kochen nach den 5 Elementen
     

    Die Dreierwärmerfunktion 

    Die verschiedenen Formen der Körperenergie
    Die Energieproduktion und ihre Verteilung
    Der Charakter, die Funktionen und die Beziehungen der Organe
    untereinander 
     

    Di e Lehre von den 6 pathogenen Energien  

    Die Jahreszeiten und die bioklimatischen Energien
    Innere und äußere Krankheitsursachen
    Die sechs bioklimatischen Energien in Diagnostik und Therapie
    Die sechs Energieschichtebenen
     

    Die Diagnose 

    Die acht Leitkriterien
    Die vier Untersuchungsmethoden
    Zungendiagnose                                                                                                     Pulsdiagnose
    Stuhl- und Urin - Diagnostik
    Die Systematik der Krankenbefragung
    Die Meridiane
    Die 12 Hauptgefäße
    Die Luo - Funktion
    Die tendinomuskulären Meridiane
    Die 8 psychischen Lenker
    Die Alarmpunkte
    Die Zustimmungspunkte
    Die 5 Elemente -  Befehlspunkte
    Die 3 Kopplungen 
     

    Einführung in die Akupunktur 

    Die Nadelsensationen
    Die Akupunkturgesetze
    Die Technik der Akupunktur
    Das Moxen
     

    Einführung in die Kräuterheilkunde  

    Die Systematik der chinesischen Pharmakopoe
    Die Zuordnung von Heilmitteln zu den verschiedenen Abschnitten der  Pharmakopoe
    Der Aufbau eines Rezeptes
     

    Therapie nach der chinesischen Medizin

    Die 30 wichtigsten Akupunkturpunkte
    Jeder Punkt wird ausführlich besprochen
    Die 30 wichtigsten chinesischen Heilkräuter
    Jedes Kraut wird in seiner spezifischen Wirkweise erklärt
    Die 30 wichtigsten Nahrungsmittel
    Einzelwirkungen und die Kombination zu diätetischen Gerichten
    Die 30 wichtigsten europäischen Heilkräuter
    Diese werden auch in ihrer chinesischen Klassifikation erläutert
    Die 30 wichtigsten chinesischen Rezepturen

     

    Mit dieser theoretischen und praktischen Ausbildung erwerben sie die Grundlagen für eine erfolgreiche Naturheilpraxis!

     

    Dauer:        33 Wochenenden  zu je 12 Zeitstunden

    Kosten:       130 € pro Wochenende

 

 

 

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